Top 5 Musikfilme

musikfilme heißt, daß es hier nicht genügt, wenn ein mitunter zusammengestoppelter soundtrack die szenen untermalt bzw. aufpeppt, sondern es muß sich auch um besagtes thema drehen. der handlungsstrang soll sozusagen im business verankert sein. es sind hierbei aber nicht verfilmte biographien, sogenannte bio-pics, wie auch keine musicals, wohl aber fiktive handlungen im spielfilmformat, welche die üblichen, teilweise alltäglichen vorgänge sowie personen der branche thematisieren, gefragt. tourneen, manager/innen, egotrips, plattenfirmen, musiker/innen, etc. - schlicht das gewohnte auf & ab. an auswahl ist ja einiges vorhanden und somit war es nicht so einfach, diese auflistung zu erstellen. wenn man sich für musik genauer interessiert, hat man für solche streifen generell etwas über, reizt einem/r das ganze jedoch weniger, hält sich die begeisterung für jenes schaffen wohl eher in grenzen und die gags traben an einem/r vorbei.
wie auch immer, hier nun die gereihte auswahl;


almost-famous
1) ALMOST FAMOUS (erscheinungsjahr 2000)
einfach ein feel-good movie und unverkennbar von jemanden
mit liebe zur musik, als auch ihrer geschichte sowie zum detail,
gemacht. filmemacher Cameron Crowe, der für den vorspann
selbst hand anlegte und auch teile seiner schallplatten-sammlung
als utensilien mit aufs set brachte, verarbeitete hier erinnerungen
aus seiner jugend, zu fiktiven personen wie handlungsabläufen.
geboten werden impressionen der ochsentour am rock & roll
highway, liebevoll umrandet vom zwischenmenschlichen austausch.
trotz wirklich witziger szenen, macht er sich über das ganze nie
lustig, sondern streicht stets die wahren werte der hingabe zur ton-
kunst hervor. ein/e musikliebhaber/in kann sich dieses werk x-mal
ansehen und wird immer noch versteckte referenzen an seine/ihre
passion entdecken.
handlung:
jugendlicher amateur-journalist soll für die zeitschrift Creem
einen beitrag über Black Sabbath schreiben, blitzt bei denen
jedoch ab und lernt stattdessen deren support-act Stillwater
(fiktiv) persönlich kennen. nun bekommt er vom Rolling Stone
magazine den auftrag, mit seinen neuen freunden auf tour zu
gehen und daüber einen artikel abzuliefern.
trailer

spinal-tap
2) THIS IS SPINAL TAP (1984)
regisseur Rob Reiner, der auch am drehbuch sowie an den
songs mitschrieb, plus den dokumentarfilmer verkörperte,
fabrizierte mit dieser fiktiven rockumentary über den er-
fundenen heavy metal fünfer Spinal Tap, einen parodistischen
blick hinter die kulissen des geschäfts. es wird kein klischee
als auch fettnäpfchen ausgelassen. vom schmierigen manager
und schleimigen a&r typen, über freundin als band-anhängsel,
miesen, halbleeren venues, imagewechsel oder internen querelen,
bis zum schlußendlichen revival. trotz teilweise voll schräger
handlung, ist praktisch nichts zu sehen, was nicht irgendwie
schon dagewesen wäre. dadurch gab es anfangs auch genug
leute die dachten, dies wäre alles echt wie ernst gemeint.
andererseits waren die hauptdarsteller selbst halbwegs solide
musiker und spukten auch lange nach erscheinen des films,
immer wieder mal durch die szene.
handlung:
Spinal Tap, mittlerweile am absteigenden ast, werden auf
ihrer 82er u.s.-tour von einem dokumentarfilmer begleitet.
jedoch kommt das quintett selten günstig rüber und nachdem
all ihr unvermögen, sowie das ihres umfelds, festgehalten
wurde, distanzieren sie sich schlußendlich vom filmmaterial.
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velvet-goldmine
3) VELVET GOLDMINE (1998)
director & writer Todd Hayne`s glam rock saga, benannt nach
einer David Bowie b-seite und angelehnt an Oscar Wilde. dies
klingt bereits nach einem aufregenden ritt und den gibt es auch.
in form einer huldigung des bunten, schrillen, glitzernden,
androgynen abschnitts der 70er. jedoch kam er damit der
einstigen genre-ikone Bowie so (für ihn) unangenehm nahe,
daß dieser nichts damit zu tun haben wollte. das script mußte,
aufgrund seiner klagsdrohungen, abgeändert werden und er
gab auch keine songs frei, obwohl ihm sein material heute
für keine werbung zu billig ist. grunge-diva Courtney Love
wiederum hatte ein problem, daß der Iggy Pop charakter, zu
nahe an ihrem göttergatten wäre. bei all diesen querulanten
zählt das resultat doppelt. immerhin hatte REM´s Michael
Stipe als co-produzent seinen spaß. wer die hochzeit des glam
nicht erlebt hat, kann hier mal reinschnuppern, jene die dabei
waren, werden sich ohnehin zurecht finden. musikalisch ist
das resultat mit einigen klassikern des zeitraums gespickt.
nachträglich eingspieltes bzw. neuinterpretiertes material
hingegen, stinkt zumeist ab.
handlung:
sänger als auch idol Brian Slade wird, theatralisch insziniert,
am höhepunklt seiner karriere auf der bühne erschossen. eine
dekade später soll ein journalist den ganzen schwindel noch-
mals aufrollen wie klären.
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the-commitments
4) THE COMMITMENTS (1991)
dieser film groovt definitiv und er hat soul - dublin soul um
genau zu sein. zwar importiert und umetikettiert, jedoch mit
engagement, bodenständigkeit als auch ehrlichkeit dargeboten.
hierbei kann man nicht einfach im fernsehsessel herumlungern,
sondern muß sich aktiv am ablauf beteiligen. regiemeister
Alan Parker castete für diesen streifen unbekannte künstler aus
den hinterhöfen der irischen hauptstadt, wobei der eine oder die
andere auch danach noch etwas erfolg hat/te. auch der ambitioniert
dargebotene soundtrack, bestehend aus gecoverten klassikern des
genres, war erfolgreich. es wurde danach sogar ein zweiter teil auf-
gelegt. dies war, im soge des erfolgs, auch für den streifen selbst
angedacht, versandete aber im planungsstadium. daß es all dem
nicht an street-credibility mangelt, zeigt sich verbal - es wurde
öfters das wort "f-u-c-k" verwendet, als der film minuten hat.
handlung:
möchtegern-musikmanager Jimmy Rabbitte sucht leute für
eine muskgruppe, welche die arbeiterklasse repräsentieren
soll und hat nach einigem hin & her sein dream team bei-
sammen. doch damit beginnen erst die probleme. von zeros
zu heroes und wieder retour.
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still-crazy
5) STILL CRAZY (1998)
ein roadmovie der rockenden & rollenden art, dirigiert von
regisseur Brian Gibson. auch hier werden die alten rituale
bemüht und wer aufpaßt, wird so manche verpackte, jedoch
wahre begebenheit erkennen können. jedenfalls dreht es sich
um has-beens, die es nochmals wissen wollen bzw. der midlife-
crises in den arsch treten wollen und sich deshalb auf warm-up
tour durch die pißbuden des festlandes begeben. da wird der
tourbus zum hochofen, alte gräben, welche unverheilte wunden
freilegen, brechen auf, doch das gemeinsame ziel hält fest, was
eigentlich nicht (mehr) zusammen gehört. britische rock-comedy,
mit den (oft) üblichen verdächtigen, die eine standesgemäße
performance abliefern.
handlung:
promoter-sohn will, 20 jahre später, legendäres konzert von
(imaginärer) 70er jahre rock band Strange Fruit wiederholen.
dazu braucht man bloß die alten haudegen zu versammeln, sie
in (spiel-) form zu bringen als auch ihre egos unter einen hut
bekommen. beim großen finale steigt sogar der quasi verlorene
sohn, ein Syd Barrett charakter, wieder mit ein.
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a-mighty-wind
5) A MIGHTY WIND (2003)
das "spinal tap" der blumigen folk-szene. ebenfalls im
dokumentarstil gehalten und auch hier eine cinemascope-
ansicht des geschäfts. all die schrulligen eigenheiten der
plattenboße, manger/innen, promoters, künstler/innen,
fernsehleute, plus interne spannungen, egozentrisches
verhalten sowie die unvermeidlichen wiedervereinigungen,
werden ausgeschlachtet. Christopher Guest ist für regie wie
teilweise drehbuch verantwortlich und gibt auch einen der
musiker. wie eingangs erwähnt, erinnert hier nicht nur die
umsetzung selbst an platz 2, sondern auch die umstände.
handlung:
music-business icon Irving Steinbloom verstirbt und sein
sohn möchte als tribut an ihm, einen Folk Music Day unter
beteiligung alter größen aus dem genre, welche vom seligen
repräsentiert wurden, mit viel tam-tam aufstellen. doch
zuerst müssen die in alle windrichtungen verstreuten
protagonisten/innen überzeugt werden.
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