Sonntag, 13. Februar 2011

Top 5 Liebesfilme

an weihnachten, dem fest der liebe, gerade so vorbeigeschrammt, oder auch mittendrauf geknallt - individuell verschieden, steht schon der nächste schwerpunkt, dieses thema betreffend, vor der haustüre. die direktere variante - aug um aug - und diese soll hier zelebriert werden. mit allen unebenheiten, ecken & kanten. darum gibt es hier keine "pretty woman", niemand wird "plötzlich prinzessin" und auch "hitch - der date doktor" hat keinen auftrag - auch nicht am "valentinstag". es geht um zuneigung abseits von kitsch & klischee, ohne netz und doppeltem boden. fern der streifen, welche dieser tage auf den themen-tischen der geschäfte forciert werden. hier sind jene, bei denen das (kaputte) leben die kamera führt, vertreten. bevor jetzt Scarlett O´ Hara vor wissenshunger noch eine eßstörung bekommt und es Doctor Zhivago aus neugier unter der mütze zu jucken beginnt - hier die wertung;


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1) TRUE ROMANCE
regie: Tony Scott
hauptdarsteller: Patricia Arquette, Christian Slater
nerd verliebt sich gleich beim ersten date (unsterb-
lich) in call-girl, räumt infolge im zuständigen
bordell auf und liest dem dienstgeber (sterblich)
die leviten. hat daraufhin mafia sowie polizei am
arsch. das skript verfaßte Quentin Tarantino als
er noch in einer videothek jobbte und es wurde von
Scott, mit einem unaufzählbarem all-star-cast,
grandios verfilmt. beim finalen showdown explodiert
einem/r die heimkinoanlage.
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wild-at-heart
2) WILD AT HEART
r.: David Lynch
hd.: Laura Dern, Nicolas Cage
das pärchen Sailor & Lula, plus die böse, uneinsichtige
schwiegermutter. eine geschichte wie aus dem leben
gegriffen, wäre da nur nicht das wilde drumherum,
mit mord, totschlag, raub und was sonst noch ver-
boten ist. fesselnde, gefühlsgeladene inszenierung
und wenn der gute Nicolas (als er noch credibility
hatte) seiner flamme als draufgabe noch den Elvis
macht, dann hat selbst der/die hartgesottenste
rock & roller/in eine träne im auge.
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bug1
3) BUG
r.: William Friedkin
hd.: Ashley Judd, Michael Shannon
kein darsteller zuviel in diesem kammerspiel bzw.
ehemaligem theaterstück, dadurch behält man
leicht die übersicht. wenn aus zwei menschen,
einer in geist, schmerz, leiden sowie irrsinn wird,
die eine in den marotten des anderen aufgeht und
man deshalb hand in hand in den freitod marschiert,
um der absurdidät als auch der psychischen ausweg-
losigkeit zu entfliehen, dann ist die liebe hauptaktionär
und der wahnsinn stiller teilhaber.
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forrest-gump
4) FORREST GUMP
r.: Robert Zemeckis
hd.: Robin Wright, Tom Hanks
die, auf der einen seite mehr, auf der anderen weniger,
liebe zwischen Forrest & Jenny ist das band, welches
diese handlung zusammenhält. dazwischen geht es,
mit den passenden ereignissen, durch die jahrzehnte
und ihre geschichte. das ganze aus der sicht des hans-
dampf-in-allen-gassen, Forrest. dieser wird von Hanks
so großartig verkörpert, als spiele er sich selbst. tolle
regiearbeit, klasse besetzung, herrlicher soundtrack
und dankbarerweise kein happy end.
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herold-and-maude
5) HAROLD AND MAUDE
r.: Hal Ashby
hd.: Bud Cort, Ruth Gordon
wie drückt es Cat Stevens in seinem, den film
tragenden, soundtrack aus; "well, if you want
to sing out, sing out and if you want to be free,
be free!" - scheiß, zumindest was die liebe betrifft,
auf die konventionen (ist von mir). morbider 20-
jähriger verliebt sich in aufgeweckte 79-jährige,
die er auf begräbnissen kennenlernt und findet
durch sie den sinn des lebens. mich erinnern die
beiden immer etwas an John & Yoko.
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eternal-sunshine
5) ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND
r.: Michel Gondry
hd.: Kate Winslet, Jim Carrey
grandios gemachter, innovativer streifen, worin
die fiktiven Clementine Kruczynski + Joel Barish
auf der flucht vor der geistigen ausradierung ihrer
zuneigung die gemeinsame liebe entdecken, welche
zum boomerang wird. da hilft kein wegdrehen, igno-
rieren oder abtauchen, die gefühle kommen zurück.
auch wenn man sich (vorübergehend) auseinander-
gelebt hat, die vereinte basis läßt sich nicht einfach
auslöschen. auch wenn alles rundherum demoliert
wird.
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Sonntag, 6. Februar 2011

Barry´s Are Forever

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JOHN BARRY (Prendergast) war & ist für mich der "master" unter den soundtrackkomponisten. keiner schuf derart viele einprägsame kennmelodien, wie der 1933 in york, england als drittes kind einer klassischen pianistin sowie eines theater- & kinobesitzers geborene, spätere filmmusiker. die ausgeübten tätigkeiten seiner eltern prägten auch seinen kommenden werdegang.
nach der schulbildung leistet er seinen wehrdienst ab und spielt dabei in der militärkapelle trompete. 1957 gründete er die John Barry Seven, mit denen er erstmals eingängige instrumentaltracks produziert. dieses mündet in einem plattenvertrag mit der EMI, für die er infolge auch an orchesterarrangements arbeitet. auch für die BBC ist er tätig. während eines auftritts mit seiner formation lernt er den sänger Adam Faith kennen, den er vorübergehend betreut. im vorfeld des ersten James Bond films ("dr. no", 1962) treten dessen produzenten an ihm heran, damit er das von Marty Norman geschriebene titelthema arrangiert - sein einfluß darin ist unverkennbar. diese arbeit wird gutgeheißen, insgesamt ist er in elf 007-abenteuer involviert. mittlerweile hat er sich längst dem soundtrack-schaffen verschrieben. er vertonte kinoklassiker wie "midnight cowboy", "the ipcress file" sowie "dances with wolves", aber auch tv-serien à la "vendetta" oder (unsterblich) "the persuaders".
er wurde mit Oscars, Grammys, Golden Globe, Bafta Awards,
Saturn, und wie sie alle heißen mögen, ausgezeichnet, plus sein schaffen war der Queen 1999 einen OBE wert. seine letzte filmarbeit war "enigma" in `01, danach unternahm er konzertreisen, arbeitete an einem musical ("brighton rock") und hatte immer wieder mit gesundheitlichen problemen zu kämpfen, die am 31. jänner dieses jahres mit einer tödlichen herzattacke endeten.
es gibt keine/n wirkliche/n filmliebhaber/in, welche/r, abgesehen von den James Bond melodien, nicht bei irgendeinem seiner stücke einen a-ha-effekt erlebt. solange noch irgendwo alte streifen laufen sowie der fernseher flimmert, leben die kompositionen vom "meister des scores" weiter.

Sonntag, 30. Januar 2011

Umwegrentabilität

vodafone


schon damals, als man noch gebannt vor dem radio saß, um den beiträgen als auch der musik zu lauschen, weil es die pforte zu einer anderen welt darstellte, wurde von den machern/innen gerne & ausführlich versichert, daß man einen hit nicht programmieren kann. es wäre nicht möglich, irgendeinen beliebigen song auf dauerrotation zu schalten, bis die hörerschaft in die knie geht, kapituliert und ihn kauft. nun, die (musik-) geschichte hat da aber ganz anderes zu erzählen;
schon in den 50ern pushten legendäre radio-djs wie z.b. Dick Clark, Phil Lind oder auch Alan Freed, definitiv nicht uneigennützig, diverse musiker/innen bzw. deren interpretationen. aus dieser gebarung wurde vor gericht die straftat Payola.
andererseits gab es über die jahre immer wieder mal die situation, daß b-seiten von singles zu a-seiten (gemacht) wurden, weil hörfunkpersonal und infolge deren hörer/innen dies so wollten. so wurde Rod Stewart´s `71er auskopplung "reason to believe" mit der rückseite "maggie may" versehen, doch (vor allem) BBC Radio One bevorzugte den schlager über Rod´s alte liebe. Mercury Records gab nach, drehte das ganze um und die gute "maggie may" stürmte weltweit an die spitze. oder Elton John´s `74er hommage an Marilyn Monroe - "candle in the wind" - war den u.s. black music sendern zu klebrig, sie präferierten die flipside - "bennie and the jets". somit wurde für den amerikanischen markt dieser titel mit neuer b-seite wiederveröffentlicht.
es kam auch vor, daß album cuts von den stationen, mittels heavy rotation, zum 7-inch release gepreßt wurden. so geschehen im jahre `71 bei George Harrison´s "my sweet lord". nach unschlüssigem hin & her wollte George sein album "all things must pass" als ganzes gesehen haben, ohne auskopplung. ende `70 preschte das u.s. label, aufgestachelt durch massivem radioeinsatz, vor und brachte die spätere no. 1 auf den markt. somit wollte auch die u.k. gemeinde, sowie infolge der rest der welt, ihr recht. EMI schickte ein memo an Apple Records und Harrison blieb keine wahl mehr. ähnlich ging es beim lp-stück "top of the world" der Carpenters zu. bereits ein chartserfolg für die country-sängerin Lynn Anderson, wurde anschließend ebenso das original rauf & runter gespielt. daher ging das duo nochmals ins studio, überarbeitete das lied, veröffentlichte es und konnte eine weitere top-plazierung verbuchen.
auch via werbung gelang es mehrfach die hitparaden zu stürmen. sei es mit deren eigenkreationen wie Robin Beck´s "first time" beziehungsweise Kate Yanai´s "summer dreaming" gewesen oder mittels benutzung von bereits vorhandenem material, welches durch jingle-einsätze, von der ablage in die obersten chartsregionen geführt wurde. so wie dies z.b. eine jeansmarke mehrfach praktizierte.
auch am kleinen markt österreich schaffte ein telekomanbieter den bekanntheitsgrad der mittlerweile endgültig aufgelösten formation The Go-Betweens, durch verwendung ihres stücks "finding you" zu verhundertfachen. oder wie immer noch zu sehen & hören, hat ein noch größerer fisch aus dieser branche, im deutschsprachigem raum einen 2,5 jahre alten titel des australischen elektronik-duos Empire Of The Sun durch seine promotion an die spitzen gehievt.

generell könnte man jetzt meinen, qualität setze sich eben irgendwie durch. doch hat man sich nicht auch schon gewundert, was einem/r an diesem 0der jenem stück einst gefiel? wurde dem geneigten ohr vielleicht scheiße als hot shit vekauft? aber heutzutage sind die möglichkeiten jemanden zu überzeugen, was er/sie braucht, natürlich viel größer, es ist leichter etwas auf gedeih & verderb zu pushen. dies bedeutet aber auch mehr konkurrenz - welche wiederum gut fürs geschäft ist.

Sonntag, 23. Januar 2011

Perlentaucher Nr. 14

leaf-hound
künstler: LEAF HOUND
album: Growers of Mushroom


LEAF HOUND gingen aus der 1969 gegründeten blues-rock formation Black Cat Bones hervor, wo neben anderen die brüder Derek (gitarre) & Stuart Brooks (baß) plus Peter French (gesang) engagiert waren. nach einem album ("barbed wire sandwich"), welches zwar im stil der Bluesbreakers oder von Cream daherkam, jedoch im damaligen angebot solcher musik unterging, gruppierten sie sich 1970 neu. zu den bereits erwähnten personen stieß French´s cousin Michael Halls (gitarre) als auch der junge, ambitionierte schlagzeuger Keith George Young. man nannte sich nun LEAF HOUND und mischte bald danach die clubs auf. dies brachte ihnen 1 jahr später einen deal mit Decca Records, für die sie noch im selben jahr, binnen eines halben tages, das debüt "growers of mushroom" einspielten. ursprünglich aus neun songs bestehend, bietet dieser (spätere) longplayer erdigen, bluesigen hard rock mit psychedelischer note (siehe titel) plus progressivem einschlag. raspelige stimme, vibrierender baß, beschwörende gitarren, rundes schlagzeugspiel = ehrlicher, harter rock. etwaiger schnick-schnack kommt von den effektpedalen. schlicht ausgedrückt ein sound, den man auch mit bands wie Led Zeppelin, Deep Purple oder Free assoziert. einfach ideal um sich den alltag aus der birne zu schütteln.
erinnert vom feeling irgendwie an ewig zurückliegende, laue sommerabende im moped-club-heim. als der kasten bier im laden ums eck eventuell im angebot und die rauchwaren frisch gerollt waren. ja, das waren noch zeiten, da paßte auch das outfit - zerissene jeans, löchrige unterhosen, Schweinchen Dick t-shirts, abgewetzte lederjacken mit speckigen krägen und aufnäher vom automobilclub.
LEAF HOUND ließen keinen live-gig aus und um die veröffentlichung zu promoten, wurde vorab vom manager eine skandinavien- und deutschland-tour gebucht. doch Decca kam damit einfach nicht auf den markt. die brüder Brooks warfen mittlerweile frustriert das handtuch und wurden durch bassist Ron Thomas ersetzt. als 4er ging es über den großen teich. in west-deutschland kam nun Telefunken Schallplatten auf den plan. man suchte um lizenz an und brachte das album im deutschsprachigen raum heraus. jedoch mit zwei cuts weniger als geplant. dafür gab es eine singleauskopplung ("drowned my life in fear") mit rarer b-seite. spät aber doch zog die englische plattenfirma nach und brachte das werk, mit unterschiedlichem cover aber den vollen neun stücken, in die (interessierten) läden.

verkaufserfolge konnte man mit beiden editionen nicht feiern. wirre labelpolitik, fehlende presseunterstützung, kein airplay zugleich unengagiertes management taten das ihrige. an der musik lag es definitiv nicht! wieder daheim verließ vokalist Peter French, dem ruf des drummers Cozy Powell folgend, die truppe um bei Big Bertha einzusteigen. womit das kartenhaus LEAF HOUND endgültig einstürzte und die besetzung sich in alle windrichtungen zerstreute. bei Big Bertha gab es jedoch plötzlich heftige umbesetzungen und somit wanderte French weiter zu Atomic Rooster. mit denen spielte er die lp "in hearing of..." ein, wurde danach von Chris Farlowe ersetzt, wechselte abermals.
es folgte ein output mit Cactus ("`ot `n´ sweaty" aus `72) als auch einer mit Randy Pie ("fast forward" in `77) ehe er es ein jahr später solo, mit der langspielplatte "ducks in flight", probierte. eintöniges arbeiten kann man ihm nicht vorwerfen, aber nichts zündete richtig. eventuell gab er überall zu schnell auf. 1981 war er als teil des duos Headbangers mit der 7-inch "status rock" präsent, danach tauchte er wieder ab.
im frühjahr 2004 reformierte Peter French LEAF HOUND komplett neu aufgestellt. man spielte konzerte wie festivals und hatte ende `07 ein neues, passables studioalbum ("unleashed") am start. weitere konzertaktivitäten folgten und angeblich wird gerade an einem livealbum gewerkt.
"growers of mushroom" avancierte über die jahre hinweg via mundpropaganda sowie (verspäteten) kritikerlob zum geheimtip.

Sonntag, 16. Januar 2011

Das Beste Aus 10 / Teil 2

weiter geht es nun mit der filmbezogenen aufarbeitung des vergangenen jahres. etliche gute filme gab es während dieses zeitabschnitts zu sehen. die auswahl fiel schwer und alles läßt sich gar nicht lobend erwähnen bzw. konnte ich der flut an veröffentlichungen ohnehin nicht herr werden. trotzdem wurde das begutachtete material analysiert, ausgewertet und so gut wie möglich aufgelistet, nur um schlußendlich doch wieder umplaziert zu werden.
bevor mich die grübelei letztlich jeglicher grundlage beraubt, hier die präsentation der jahreswertung zweiter teil;


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film des jahres:
INCEPTION
reise zum mittelpunkt des gehirns, abenteuerfilm
im kopf oder schauspiel am rande der wahrnehmung?
filmmagier Christopher Nolan servierte dem staunenden
publikum beeindruckende bilder, erlebnisvolle kamera-
fahrten, handlungsabläufe auf mehreren ebenen plus
schauspieler, die sich der kulisse unterordnen mußten -
schlicht, ein regiearchitektonisches meisterwerk auf
der suche nach den grenzen der vorstellungskraft.
knapp dran:
The Messenger
Kick-Ass


mr73
dvd des jahres:
MR 73
wenn schwarz & weiß, rechts & links sowie
gut & böse verschwimmen, dann ist spannung
garantiert. hervorragender polizei-thriller der
düsteren sorte, unter der professionellen regie
des ehemaligen polizisten und späteren schau-
spielers Olivier Marchal, der auch das skript
verfaßte und hierbei ein blendendes ensemble
dirigierte. der grund, warum es diese französische
mischung aus "seven" als auch "l.a. confidential"
nicht ins kino schaffte, liegt wohl darin, daß die
mehrheit klare grenzen sehen will.
knapp dran:
Defendor
The Crazies


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regisseur des jahres:
ROMAN POLANSKI
populistisch ausgedrückt, landet wahre kunst bzw.
deren erschaffer/in schlußendlich hinter gittern.
Polanski wurde für ein 1977 in den u.s.a verübtes
verbrechen, letztes jahr in der schweiz plötzlich
verhaftet. just als er letzte hand an seinen bis dato
(real-) politischten streifen, das perfekte schauspiel
"the ghost writer", legen wollte. dieses werk nimmt
die anglo-amerikanische irak-allianz, in person des
"fiktiven" britischen premierminister, ins visier.
dafür wird es garantiert keinen Oscar geben, jedoch
wurde bereits die elektronische fußfessel verliehen.
knapp dran:
Antoine Fuqua für "brooklyn´s finest"
Ben Affleck für "the town"


moore
schauspielerin des jahres:
JULIANNE MOORE
die amerikanerin, welche ihre karriere off-broadway
begann, damals nebenbei noch als kellnerin jobbte
und die angeblich jedes skript liest, war vergangenes
jahr in unseren breiten omnipräsent. im kino mit
"a single man" plus "the kids are all-right" sowie auf
den dvds "chloe" als auch "shelter" zu bewundern.
ihre darbietungen waren, wie gewohnt, (mehr als)
souverän. sie überzeugt stets durch ruhiges, auf den
punkt gebrachtes spiel und zieht dabei die kamera-
linse auf sich. ihre leistung paßt stets. demnächst
bei uns in der komödie "elektra luxx" zu sehen.
knapp dran:
Jodelle Ferland in "case 39"
Kristen Stewart in "the runaways"


crazy-heart
schauspieler des jahres:
JEFF BRIDGES
in "crazy heart" spielt er die abgewrackte country-
rock-sau auf der ochsentour durch die nordamerika-
nische provinz, in glaubhafter ("dude"-) manier. mit
jedem zug von der zigarette, jedem schluck aus dem
whiskyglas sowie jedem stück erbrochenem, daß ihm
hochkommt, ist er dem ende seiner (fiktiven) karriere
einen schritt näher. die rolle selbst wirkt etwas wie
die weiterführung des männlichen hauptcharakters
aus "a star is born". Bridges selbst ist (angeblich) talen-
tierter gitarrist und beweist auch via soundtrack, daß
er passabel singen kann. demnächst bei uns mit "tron:
legacy" sowie dem Coen Brothers western "true grit"
in den kinos.
knapp dran:
Sam Rockwell in "moon"
Eric Elmosnino in "gainsbourg"


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soundtrack des jahres - score:
INCEPTION - Hans Zimmer
der in frankfurt geborene klangzauberer konnte
mit seiner arbeit abermals voll überzeugen. er
schuf einen atmosphärischen, dichten, düsteren,
bedrohenden soundtrack, der die opulenten bilder
von Nolan, für den er auch an seinen beiden "batman"
epen mitarbeitete, dramaturgisch untermalt. Zimmer
begann ab mitte der 80er mit der filmmusikkomposition
und lieferte u.a. die scores zu "rain man" oder "gladiator"
ab. 2012 sind regisseur als auch komponist wieder mit
"the dark knight rises", gemeinsam am start.
knapp dran:
The Bad Lieutenant - Mark Isham
Shutter Island - verschiedene komponisten


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soundtrack des jahres - compilation:
SOULBOY - various artists
wirklich gute song-zusammenstellungen waren
diesmal eher die ausnahme. die nase vorne hat die
musik zu diesem Shimmy Marcus streifen. es ist
eine art "saturday night fever" für die northern
soul generation. fast 50 feine tanzbodenfeger von
künstlern wie Jimmy Ruffin, Billy Preston, Jackie
Wilson, The Isley Brothers, Marlena Shaw u.v.m. .
wenn der film vielleicht nicht allen ansprüchen
gerecht wurde, der soundtrack tat dies mit bravour.
knapp dran:
Scott Pilgram vs. The World - various artists
Nowhere Boy - various artists


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filmische enttäuschung des jahres:
NINE
regisseur Rob Marshall liefert einen streifen
à la kaffeewerbung ab - nur leider viel länger.
ideal für leute, die zum hundertsten mal
nach italien auf urlaub fahren und im
ristorante die bedruckten servietten mitgehen
lassen, um sich damit, wieder daheim, zur tief-
kühl-pizza den mund abzuwischen - während
Eros Ramazzotti im hintergrund herumjault.
all-star-cast auf urlaub in rom.
knapp dran:
The Imaginarium Of Doctor Parnassus
Greenberg
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Vinyl über alles!

in jeder hinsicht, denn vinyl kann man theoretisch auch ohne strom- oder batteriebetrieb abspielen. es würde, rein mechanisch, sogar mit dem eigenen fingernagel funktionieren. probiert das mal mit einer cd, dvd oder mp3. oder eines der genannten formate rückwärts abzuspielen und dann auch noch die teuflische botschaft verstehen. viel vergnügen!

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