Sonntag, 23. Mai 2010

Little Big Man

dio


eine dieser dynamischen, packenden stimmen, die man
auf anhieb zuordnen kann, egal für welche formation der
besitzer gerade etwas zum besten gibt. man denkt sofort
an den (etwas) kleinwüchsigen mann, der auf der bühne
immer wie eine art waldschratt wirkt und bevorzugt über
mystisches, sagenhaftes singt - RONNIE JAMES DIO.
geboren 1942, spielte er schon früh in von rockabilly be-
einflußten schulbands. seine erste platte veröffentlichte
er als sänger von Ronnie & The Red Caps 1958. ende der
60er gründete er mit seinem cousin die Electric Elves,
später The Elves und in den frühen 70ern schlußendlich
Elf. gegen mitte des jahrzehnts unterschrieb man bei
(Deep) Purple Records und durfte bald danach auch das
vorprogramm für die hard rock heroen geben.
als 1975 Deep Purple gitarrist Blackmore absprang, hüpfte
RONNIE, plus die meisten seiner Elf-kollegen, ihm nach
und verschmolzen zu Ritchie Blackmore´s Rainbow. der
großteil der leute diente dem bandleader aber bloß zur
konsolidierung und wurde nach dem gleichnamigen
debüt entsorgt. DIO blieb immerhin vier jahre, dann
wurde auch er gefeuert und fügte postwendend, den von
Ozzy Osbourne´s alkohol- sowie drogenexzessen ausgelaug-
ten, Black Sabbath mit seinem beitritt frisches blut zu.
bereits im april `80 wurde das erste gemeinsame werk,
der knüller "heaven and hell" veröffentlicht.
aber die eintracht hielt nur einen weiteren longplayer
("mob rules") lang, danach quittierte der sänger seinen
platz aufgrund einer meinungsverschiedenheit bezüglich
der geplanten in-concert-dbl-lp "live evil" und startete
im herbst `82 seine eigene gruppe - Dio.
zwischen all den longplayern (die ersten drei - "holy diver",
"the last in line", "sacred heart" - sind klassiker) dieser band
gab es für RONNIE zu beginn der 90er ein Sabbath-déjà-vu
namens "dehumanizer", ehe er sich wieder seiner gleich-
namigen formation widmete, die aber nicht mehr an die
früheren erfolge anschließen konnte - wie so viele hard
rock / metal acts damals.
2006 trat der sänger abermals Black Sabbath bei, aus
rechtlichen gründen diesmal Heaven And Hell getauft.
man ging wieder gemeinsam auf tournee, brachte (ohne
streitereien) einen live-mitschnitt ("from radio city music
hall") heraus und ging abermals ins studio um das letzt-
jährige comeback "the devil you know" einzuspielen. im
herbst `09 wurde bei RONNIE, der während der voran-
gegangenen tour immer wieder über magenschmerzen
geklagt hatte, krebs diagnostiziert. er sagte alle verpflich-
tungen ab und unterzog sich einer therapie.
eine für diesen sommer angekündigte konzertreihe sorgte
für überraschung, man dachte an ein wunder, doch anfang
mai wurde alles storniert und letzten s0nntag erlag RONNIE
JAMES DIO seinem leiden.
er, der (so die legende) das "devil horns sign", also geballte
faust und kleiner sowie zeigefinger in satanischer weise
weggestreckt, im metal einführte, schaut nun persönlich
beim meister vorbei. DIO sah sich selbst immer gerne
als teamplayer, wurde auch weit über die genregrenzen
hinaus geschätzt als auch verehrt, doch rund um sein
wirken gab es unzählige line-up-wechsel bzw. hielt er es
nie lange wo aus. andererseits, um überall wo man dabei
ist erfolg zu haben, braucht es wohl eine gehörige portion
individualismus beziehungsweise einen sturschädel - mit
hörnern drauf.

Sonntag, 16. Mai 2010

Top 5 Deutschen Bands

deutsche bands, da denkt die/der öberflächliche sofort an
dicke waden, dreiviertel-lederhose mit eingebautem hosen-
träger, schickes trachtenhemd, üppige gesichtsbehaarung
und folklorehut - im idealfall mit gamsbart.
jene, die schon mal "schlagerkarussell" oder ähnliches ge-
sehen haben, kontern im gegenzug mit namen wie Fernando
Express, Die Flippers oder Rendezvous. jüngere semester
haben wohl eher gruppen marke Tocotronic, Blumfeld als
auch Seeed parat, wogegen die kids wahrscheinlich zu No
Angels, Die Atzen sowie Tokio Hotel kreischen.
aber hier geht es um eine globale wertung. wer hat für
deutschland ein fähnchen auf der musiklandkarte hinter-
lassen bzw. tut es noch? letzteres ist mittlerweile eher die
ausnahme, denn der viertgrößte tonträgermarkt der welt
beschränkt sich zur zeit hauptsächlich auf import. haupt-
abnehmer außerhalb der grenzen ist der deutschsprachige
raum. gelegentlich fahren auch ein paar exoten auf die
eine oder andere formation ab, größere würfe sind selten,
ansonsten bleibt die "ware" zumeist im sprachgebiet. da
müßte eigentlich vom standing her mehr drinnen sein.
doch sind nicht nur offizielle gefordert, sondern ebenso die
künstler/innen. möglicherweise ist aber für den großteil
der protagonisten deutschland und umgebung genug.

warum man über die jahre den anschluß verlor? schwer
zu sagen, vielleicht weil wohl eher versucht wurde trends
zu folgen als sie zu setzen. wieder ein eigenes ding wäre
angebracht und dieses ohne kompromisse durchzuziehen,
mit produktiven labels, engagierten produzenten, leist-
baren proberäumen als auch studios sowie spezifischen
festivals als unterstützung. aber ist im rahmen der global-
isierung überhaupt noch platz für eigenständiges?
dies zu klären ist hier nicht gegenstand, sondern die
Top 5 Deutschen Bands;


kraftwerk2
1) KRAFTWERK
ein quartett aus düsseldorf, das mit dem
erscheinungsbild anderer bands der 70er
überhaupt nichts gemein hatte. anzüge,
krawatten, kurzes, gepflegtes haar, monotoner,
statischer gesang, computer und andere futu-
ristische instrumente, welche einen sound für
die zukunft fabrizierten, der zur blaupause von
electonica, hip hop, detroit techno als auch dance-
music im generellen wurde. spätere, anhaltende
personalwechsel bewiesen - it´s the music, not the
musican.


can-band
2) CAN
ehemaliges kölner quintett, welches legionen von
musikern beeinflußte bzw. immer noch tut und
banal ausgedrückt als synonym für die englische
schubladisierung "krautrock" herangezogen werden
kann. ebenso vorreiter des deutschen rockwunders
der 70er. jammten einst oft stundenlang in ihrem
studio, eingehüllt in einer graswolke und experimen-
tierten dabei mit allen möglichen instrumenten.
machten nach der auflösung 1978, am ende einer
zehnjährigen karriere, auch solo bzw. in diversen
splittergruppierungen von sich reden.


neu
3) NEU!
das 1971 gegründete düsseldorfer (fruchtbarer boden)
duo, infolge bestehend aus Michael Rother & Klaus
Dinger, welche sich die instrumente untereinander
aufteilten, revolutionierte mit nur drei alben ("neu!",
"neu! 2", "neu! 75") die musikgeschichte. als quasi
dritte kraft werkte die ehemalige produzentenlegende
Conny Plank an den reglern. versuchten sich bereits
in den frühen 70ern an tape loops, scratching oder
samples. gegen ende `75 war wegen stetiger diffe-
renzen der ofen aus. wiederbelebungsversuche endeten
in weiteren meinungsverschiedenheiten, denen der
tod von Dinger in 2008 ein unwiderrufliches ende
setzte.


rammstein
4) RAMMSTEIN
man kann es halten wie beliebt, doch diese band ist
eine der ganz, ganz wenigen gründe, warum deutsch-
land derzeit in der internationalen musikszene präsent
ist. wer bedenken hat, möge doch im Tokio Hotel ein-
checken. der ossie-sechser hat auch mit dem letzt-
jährigen, sechsten album an popularität zugelegt
und zeigt wieder mal auf, daß deutschsprachige
texte kein hindernis für eine weltweite karriere
sind. auch die opulenten liveshows tragen ihren
teil zum erfolg bei. werden in der heimat plus
nachbarländern, wie einst die mittlerweile
"cleanen" DAF, gerne rechts abgestellt.


boney-m
5) BONEY M.
eher ein projekt denn eine band, deren viele
gassenhauer noch heute in der ganzen welt
gesungen werden. Frank Farian, der geistige
sowie künstlerische vater der truppe, der gerne
auch seinen stimmlichen beitrag betont, sorgte
dafür, daß weltweit zig-millionen platten ver-
kauft wurden und immer noch gefragt sind.
drei frauen plus ein (wegweisender) tänzer
dienten der verwirklichung des erfolgstraumes.
gut, verkaufszahlen sind nicht gleich qualität,
doch inspiration für verschiedenste acts, sample-
vorlagen bis in die gegenwart als auch style-
sowie modeprägendes auftreten sprechen für
sich.


scorpions1
5) SCORPIONS
okay, über "wind of change" freut sich heute
nur mehr die brieftasche und definitiv nicht
alle ihrer 17 longplayer sind essentiell, aber
mit lps wie "lovedrive", "animal magnetism",
"blackout" oder "love at first sting" haben die
hannoverschen (nunmehrigen) hard-rock-
dinosaurier mit den großen des genres die
klingen gekreuzt. im eigenen land manchmal
als hochnäsig empfunden, lagen dem 5er in
der ferne, vor allem in japan, die fans zu füßen.
touren nun einmal noch um die welt, bevor es
in den (fälligen) ruhestand geht.

Sonntag, 9. Mai 2010

Marktschreierisch

man


wenn man heutzutage artikel über neue musiker/innen
liest, die eine jüngere leserschicht ansprechen sollen, dann
erfährt man, daß die/der beschriebene so und so viele klicks
auf YouTube vorzuweisen hat, ihr/sein MySpace oder Face-
book account weiß-ich-wie-oft aufgerufen wurde oder in
dieser bzw. jener castingshow gut abgeschnitten hat.
da beginnt man sich zu fragen, wie tief die latte gelegt
werden muß, damit der nachwuchs drüber kommt,
beziehungsweise sich verkaufen läßt?
also ich bin keiner von denen, die behaupten in den 50ern,
60ern, 70ern als plötzlich auch den 80ern, wurde noch
ordentliche musik gemacht, aber heute ist alles zum ver-
gessen, ohne substanz, nur weil sich das gehirn der/des
kritisierenden am ende des jeweiligen jahrzehnts verab-
schiedet hat. aber früher gab es definitiv noch werte, da
mußte man sich noch mit "handarbeit" hochkämpfen, mit
dem demo unter dem arm "klinken putzen", unzählige
konzerte spielen, das vorprogramm machen, sich den fans
persönlich widmen usw. .
nur weil jemand ein viedeo online stellt, in dem er in eine
bierdose pinkelt, dieses von genügend leuten aufgerufen
wird, bekommt er wohl keinen vertrag mit einer brauerei.
wenn sein selbstgezimmertes musikfilmchen aber von
genug "freunden" geklickt wird, hat er eventuell chancen
auf einen plattenvertrag. falls sie/er in einer fernsehshow
ein paar coverversionen passabel rüberbringt, ebenso.
demnächst wird es noch jemanden angerechnet, daß sie/er
ihre/seine letzte komposition 100-mal omama vorspielte.

natürlich gibt es die oft genug zitierten acts, welche es mit
hilfe des internets nach oben geschafft haben, doch seiten-
aufrufe waren nicht alles, was sie vorzuweisen hatten. die
spielten jede menge konzerte, brachten ihre musik via
merchandisestand oder download unters volk, stellten
unter persönlichem einsatz eine loyale fanbasis auf und
erregten infolge für aufsehen. aber dies nahm eine gewisse
zeit in anspruch, das eisen wurde sorgsam geschmiedet,
daher haben diese formationen substanz.
es wird auch heute noch genügend gute musik produziert,
die solch billige marktschreierei nicht nötig hat. frau/mann
muß sich nur die mühe machen sie zu suchen und nicht
jeden (tanz-) bären bejubeln, den gewisse kräfte versuchen
uns aufzubinden.

Sonntag, 2. Mai 2010

Vermögenslage

m-gaye


der griechen liebstes haustier ist der pleitegeier und auch
die portugiesen sowie spanier haben sich schon damit an-
gefreundet. wenn dies so weiter geht, holt uns bald alle der
greifvogel. finanzgebarung ist eben eine kunst, doch wird
kunstschaffenden auch ein eher schlechtes verhältnis zur
vermögensverwaltung nachgesagt, weil sie (mit oder ohne
hilfsmittel) in anderen sphären schweben würden.
na ja, schon Mozart lebte bekanntlich über seinem status
und trotz (für damals) guten einkünften starb er verschul-
det. die frühen jazz- als auch bluesmusiker kannten dieses
problem kaum, da etwaige gewinne bereits vorab von
managern, plattenbossen oder veranstaltern abgezweigt
wurden. da blieben nur günstige drogen samt billiger fusel
zum "glücklich" sein. mit dem gesellschafflichen aufstieg
kamen dann auch die wohlstandsprobleme.
so kündigte soulman Isaac Hayes 1975 die erfolgreiche
partnerschaft mit dem Stax label im tantiemenstreit und
gründete sein eigenes - Hot Buttered Soul - mit dem er in
nur einem jahr ein 6 mill. usd defizit aufriß. exzessive
lebensweise und unüberschaubare alimenteforderungen
taten ein weiteres. er verlor sein haus, persönliche dinge
plus zukünftige einnahmen aus der musik.
auch soulbrother Marvin Gaye mußte `76 konkurs an-
melden. er verpulverisierte sein geld zu berauschenden
substanzen, hatte steuerschulden und die scheidung mit
der schwester seines chefs, Berry Gordy, kam ihm ebenso
teuer. sie, Anna, bekam nebenbei den gesamten gewinn
des ironisch betitelten longplayers "here my dear".
aber auch andere tappten in die schuldenfalle. southern-
rocker Tom Petty unterschrieb einst blauäugig seinen
ersten vertrag. als die karriere mit seiner band The Heart-
breakers zu greifen begann, wollte er, bedingt durch einen
besitzerwechsel, neu verhandeln, doch der inhaber MCA
stellte auf stur. nach einem fast einjährigen prozeß mußte
Petty im jahre `79, aufgrund von geringem einkommen
sowie hoher gerichtskosten, den bakrott erklären. bekannt-
lich konnte er anschließend aber wieder durchstarten.
auch Fleetwood Mac gründervater sowie schlagzeuger Mick
Fleetwood war 1984 heillos verschuldet. seine version war,
daß er sich verspekuliert hätte, doch böse zungen machten
seinen kokainkonsum dafür verantwortlich.
generell sind es durchwegs ähnliche probleme, wenn
musiker/innen mit einem loch in der börse dastehen -
drogensucht (z.b. David Crosby, Sly Stone), vertrags-
streitigkeiten
(TLC, Dee Snider u.a.), ruinöser lebensstil
(MC Hammer, Michael Jackson u.v.m.), gesundheits-
probleme
(Meat Loaf, Ronnie Lane u.s.w.), fehlspekula-
tionen
(Ted Nugent, Tammy Wynette etc.), steuer-
schulden
(Ronald Isley - er mußte dafür sogar ins
gefängnis, Jerry Lee Lewis sowie andere) und
natürlich auch schlechte berater.
piano man Billy Joel wurde von seinem langjährigen
manager als auch ex-schwager um 30 mill. usd geprellt,
singer/songwriter Harry Nilsson´s vermögensberater
verspekulierte sein (Harry´s) ganzes geld, Willie Nelson´s
anwälte rieten ihm, sein steuerdefizit mittels einer bank-
finanzierten 12 mill. investition in vieh zu bekämpfen,
daraus wurde die größte (musiker-) finanzschuld aller
zeiten und der nun 75-jährige Leonard Cohen muß wieder
bis zum umfallen touren, weil die ex-managerin seine
pensionsrücklagen kassierte, während er im kloster saß.

wenn man niemanden mehr trauen kann, legt man seine
moneten besser auf ein sparbuch mit losungswort oder hat
am besten keine. die rosigen zeiten sind ohnehin vorbei und
das eine oder andere (künstlerische) finanzdebakel steht
uns garantiert noch ins haus. aber natürlich gibt es auch
musiker/innen, die geschäftstüchtig sind - Jay-Z, Diana
Ross oder Mick Jagger - um einige zu nennen. jedoch ist die
menge überschaubar.

Sonntag, 25. April 2010

Totes Kapital

nma


im idealfall werden künstler(innen) durch ihr schaffen
unsterblich. kurz nach dem leiblichen tod der/des besagten,
laufen alle in die läden um sich zumindest noch ein "best
of" zu kaufen oder gleich via computer abzuspeichern, ob-
wohl während der letzten lebensjahre kein(e) hahn/henne
mehr nach ihnen krähte.
so war Michael Jackson einst nur mehr in der hitparade
der schuldner vorne, doch seine hinterbliebenen unter-
zeichneten einen monstermäßigen verwertungsvertrag,
der jede menge kohle reinspült, damit die plattenfirma
auch noch den letzten furz des "moonwalkers" mit musik
unterlegen kann. oder Falco´s unveröffentlichte songs,
die hätte er selbst wohl nicht mal seinen feinden zum
geburtstag vorgesungen, er sah schon keine zukunft für
jene die er rausbringen wollte, doch heute verkauft sein
nachlaß von diesem abfall mehr einheiten als der "falke"
damals vom verkannten lp-juwel "junge roemer". auch
der estate von Elvis Presley hat seit seinem tode mehr
geld umgesetzt, als der "king" je in der lage gewesen wäre
niederzuschreiben.
desgleichen erinnert man sich in späteren jahren, jahr-
zehnten immer wieder gerne an verblichene idole. dafür
sorgt schon ein ganzer stamm an parasiten, welche die
kuh immer noch melken, selbst wenn keine milch mehr
im euter ist. manchmal sind von-uns-gegangene posthum
berühmter als zu lebzeiten.
Nick Drake oder Elliot Smith nahmen sich aufgrund von
erfolglosigkeit das leben, heute werden sie verehrt und
Jeff Buckley hat die depression von seinem vater Tim
geerbt, beide sind daran zerbrochen, nur um nun ungleich
angesehener zu sein, als während ihrer schaffensperiode.

andere (untote) wiederum sind selbstläufer. ob The Beatles,
The Doors oder Led Zeppelin, keine dieser formationen war
viel länger als zehn jahre aktiv, doch sind sie seit dekaden
aus der musikgeschichte nicht mehr wegzudenken bzw.
immer noch einfluß für nachrückende musiker(innen)
und die kasse klingelt viel lauter als bei vielen aktiven.

es gibt natürlich auch jene, die nicht totzukriegen sind.
Alanis Morissette zum beispiel, das ein-album-wunder
katapultierte sich mitte der 90er mit dem gefühlsausbruch
"jagged little pill" von 0 auf 100 und infolge wieder retour.
jeder neue longplayer ist ein stück reputation weniger.
oder Mark Knopfler - über die Dire Straits kann man nichts
schlechtes schreiben, außer daß sie sich etwas früher auf-
lösen hätten sollen, am besten nach "brothers in arms",
doch seine soloalben sind eher für leute, die älter sind als
er. nicht zu vergessen New Model Army, die 80er protest-
rocker um die singende zahnlücke Justin Sullivan, der
als einziger über all die jahre dabei war, touren immer
noch landauf/landab und bringen alle zeiten mal ein
album raus, an das sich 14 tage später keine(r) mehr
erinnern kann.
wenn dies so weitergeht, werden die labels bald nur mehr
verstorbene verpflichten, denn hierbei ist noch etwas
zu verdienen.
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der schallplattenfreund

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Vinyl über alles!

in jeder hinsicht, denn vinyl kann man theoretisch auch ohne strom- oder batteriebetrieb abspielen. es würde, rein mechanisch, sogar mit dem eigenen fingernagel funktionieren. probiert das mal mit einer cd, dvd oder mp3. oder eines der genannten formate rückwärts abzuspielen und dann auch noch die teuflische botschaft verstehen. viel vergnügen!

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